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Mineralfutter für Pferdehufe

Stabile und belastbare Hufe entstehen durch das Zusammenspiel von bedarfsgerechter Fütterung, fachgerechter Hufbearbeitung, passender Haltung und regelmäßiger Bewegung. Ein auf die Hufe abgestimmtes Mineralfutter fürs Pferd liefert wichtige Nährstoffe, die der Organismus für die natürliche Bildung von Hufhorn benötigt. Dazu zählen insbesondere Biotin, Zink, Kupfer, Mangan sowie schwefelhaltige Aminosäuren. Mit ATCOM HUF-VITAL® und ATCOM HUF-VITAL® Unpelletiert stehen zwei Darreichungsformen für eine umfassende ernährungsphysiologische Versorgung zur Verfügung. Hier weiterlesen.

Welche Bedeutung hat Mineralfutter für die Pferdehufe?

Der Pferdehuf besteht größtenteils aus Horn. Dieses wird fortlaufend neu gebildet und wächst vom Kronrand nach unten. Für diesen natürlichen Prozess benötigt der Körper verschiedene Nährstoffe. Fehlen einzelne Bausteine in der Gesamtration oder stehen sie nicht in ausreichender Menge zur Verfügung, kann sich dies auf die Qualität und das Wachstum des Hufhorns auswirken.

Ein geeignetes Mineralfutter für Pferdehufe kann die tägliche Ration mit hufrelevanten Vitaminen, Spurenelementen und Aminosäuren ergänzen. Es kann jedoch weder eine fachgerechte Hufbearbeitung noch eine angepasste Haltung ersetzen. Auch bestehende Erkrankungen oder akute Veränderungen am Huf müssen fachlich beurteilt werden.

Kontrolle eines Pferdehufes mit der Hand

Die regelmäßige Kontrolle hilft dabei, Veränderungen an Hufwand, Sohle, Strahl und weißer Linie frühzeitig zu erkennen.

Wichtig: Die Hufqualität wird nicht durch einen einzelnen Nährstoff bestimmt. Entscheidend sind die gesamte Futterration, die Nährstoffverwertung sowie Haltung, Bewegung und Hufbearbeitung.

Welche Nährstoffe sind für Pferdehufe wichtig?

Für die natürliche Bildung von Hufhorn werden mehrere Nährstoffe benötigt. Ein gutes Hufmineralfutter sollte deshalb nicht nur einen einzelnen Bestandteil, sondern eine aufeinander abgestimmte Nährstoffkombination enthalten.

Biotin als Bestandteil des Hornstoffwechsels

Biotin gehört zu den B-Vitaminen und ist an verschiedenen Stoffwechselvorgängen beteiligt. In der Pferdefütterung wird es häufig mit Haut, Fell und Hufen in Verbindung gebracht. Eine Biotingabe allein reicht jedoch nicht immer aus, da die Hornbildung von weiteren Nährstoffen abhängig ist.

Zink, Kupfer und Mangan

Zink ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt und spielt eine Rolle bei der natürlichen Bildung von Haut- und Hornstrukturen. Auch Kupfer und Mangan erfüllen wichtige Aufgaben innerhalb des Stoffwechsels. Die verschiedenen Spurenelemente sollten nicht isoliert betrachtet werden, da ihre Versorgung und ihr Verhältnis zueinander für eine ausgewogene Ration entscheidend sind.

Methionin und Cystin

Methionin und Cystin sind schwefelhaltige Aminosäuren. Sie stellen wichtige Bausteine für Keratin dar – ein Strukturprotein, aus dem unter anderem Hufhorn aufgebaut wird. Aus diesem Grund enthalten umfassend zusammengesetzte Ergänzungsfutter für Pferdehufe häufig eine Kombination aus Biotin, Spurenelementen und essentiellen Aminosäuren.

Selen bedarfsgerecht ergänzen

Selen ist ein essentielles Spurenelement und Bestandteil des antioxidativen Schutzsystems. Da der Abstand zwischen Bedarf und Überversorgung vergleichsweise gering ist, sollte Selen ausschließlich bedarfsgerecht gefüttert werden. Werden mehrere mineralisierte Futtermittel miteinander kombiniert, müssen deren Selengehalte gemeinsam betrachtet werden.

Woran kann eine beeinträchtigte Hufhornqualität erkannt werden?

Die Beschaffenheit der Hufe kann sich von Pferd zu Pferd unterscheiden. Auch jahreszeitliche Bedingungen, Untergrund, Feuchtigkeit, Trockenheit und Belastung beeinflussen ihr Erscheinungsbild. Auffälligkeiten können sich unter anderem zeigen durch:

  • brüchiges oder bröckeliges Hufhorn,
  • Risse oder Spalten in der Hufwand,
  • weiches oder wenig belastbares Horn,
  • langsam nachwachsendes Hufhorn,
  • ausbrechende Tragränder,
  • hohle oder lose Wandbereiche,
  • wiederholt schlecht haltende Hufbeschläge.

Solche Veränderungen erlauben für sich allein keine eindeutige Aussage über die Ursache. Neben der Fütterung kommen beispielsweise mechanische Belastungen, ungeeignete Bodenverhältnisse, Feuchtigkeit, Trockenheit, Fehler bei der Hufbearbeitung oder gesundheitliche Faktoren infrage. Deutliche, schmerzhafte oder plötzlich auftretende Veränderungen sollten deshalb tierärztlich und durch eine qualifizierte Hufbearbeitung abgeklärt werden.

Pferdehuf und natürliche Hufhornstruktur

Hufhorn wächst langsam: Veränderungen durch Fütterung und Management lassen sich daher erst über einen längeren Zeitraum beurteilen.

Warum reicht Biotin allein häufig nicht aus?

Bei der Suche nach einem Mineralfutter für die Hufe des Pferdes steht Biotin häufig im Mittelpunkt. Die natürliche Hornbildung ist jedoch ein komplexer Vorgang. Neben Biotin benötigt der Körper unter anderem Aminosäuren, Spurenelemente und weitere Mikronährstoffe.

Eine isolierte Ergänzung mit Biotin ist daher nicht in jeder Situation die passende Lösung. Sinnvoller kann eine umfassende Nährstoffkombination sein, die mehrere für die Hornbildung relevante Bausteine enthält. Dabei bleibt die bestehende Grundration entscheidend: Auch ein hochwertiges Ergänzungsfutter sollte immer passend zu Raufutter, Kraftfutter und weiteren Zusätzen ausgewählt werden.

Biotin ist nur ein Baustein: Für die Bildung von Hufhorn sind ebenso Zink, Kupfer, Mangan, schwefelhaltige Aminosäuren und eine insgesamt ausgewogene Nährstoffversorgung relevant.

ATCOM HUF-VITAL® für die ernährungsbedingte Hufversorgung

ATCOM HUF-VITAL® ist ein pelletiertes Ergänzungsfuttermittel, das auf die umfassende Versorgung mit Mineralstoffen, Vitaminen, Spurenelementen und Aminosäuren ausgerichtet ist. Die Zusammensetzung enthält unter anderem Biotin, Zink, Kupfer, Mangan, Selen, Kieselgur und Lecithin sowie die Aminosäuren Methionin und Cystin.

Ergänzt wird die Rezeptur durch Hefe, B-Vitamine, Leinöl, Kräuter und weitere ausgewählte Bestandteile. Dadurch steht nicht nur ein einzelner Hufnährstoff, sondern eine breit angelegte ernährungsphysiologische Versorgung im Mittelpunkt.

ATCOM HUF-VITAL® eignet sich insbesondere zur Ergänzung bei:

  • brüchigem oder bröckeligem Hufhorn,
  • weichen und wenig belastbaren Hufen,
  • langsam nachwachsendem Hufhorn,
  • erhöhtem Bedarf an hufrelevanten Nährstoffen,
  • Rationen, deren bisherige Nährstoffzusammensetzung nicht ausreichend auf die Hufe abgestimmt ist.

Die pelletierte Form lässt sich unkompliziert dosieren und unter das tägliche Futter mischen. Da es sich um eine umfassend mineralisierte Nährstoffergänzung handelt, sollte eine zusätzliche Gabe weiterer Mineralfutter nur nach Prüfung der Gesamtration erfolgen.

ATCOM HUF-VITAL® Unpelletiert

ATCOM HUF-VITAL® Unpelletiert bietet eine vergleichbare umfassende Nährstoffversorgung in loser Form. Die unpelletierte Variante kann individuell unter das Hauptfutter gemischt und bei Bedarf leicht angefeuchtet werden.

Sie eignet sich besonders für Pferde, die eine feinere Futterstruktur bevorzugen oder bei denen sich ein loses Ergänzungsfutter besser in die bestehende Ration integrieren lässt. Die Wahl zwischen pelletierter und unpelletierter Variante richtet sich damit vor allem nach der Fütterungspraxis und der Akzeptanz.

Pelletiert oder unpelletiert - welche Variante passt?

  • Pelletiert: gut portionierbar und unkompliziert zu verfüttern.
  • Unpelletiert: lose Struktur und flexibel unter das vorhandene Futter mischbar.
  • Nährstoffversorgung: Beide Varianten sind auf eine umfassende ernährungsbedingte Unterstützung von Hufwachstum und Hufhornqualität ausgerichtet.

Wie lange sollte Hufmineralfutter gefüttert werden?

Hufhorn wächst vergleichsweise langsam. Deshalb sollte ein Mineralfutter für Pferdehufe nicht nur wenige Tage lang eingesetzt werden. Bis neu gebildetes Horn vom Kronrand nach unten sichtbar herausgewachsen ist, vergeht entsprechend Zeit.

Wann erste Veränderungen erkennbar werden, hängt unter anderem von der Ausgangssituation, der Wachstumsrate, der Gesamtration, der Nährstoffverwertung, der Haltung und der regelmäßigen Hufbearbeitung ab. Die Entwicklung sollte daher über mehrere Monate beobachtet und möglichst anhand von Fotos oder Markierungen am Huf dokumentiert werden.

Die Dosierung richtet sich nach der aktuellen Fütterungsempfehlung des jeweiligen Produkts. Eine dauerhafte Fütterung kann abhängig von der Gesamtration und dem individuellen Bedarf infrage kommen. Eine eigenständige Erhöhung der empfohlenen Menge ist nicht sinnvoll.

Fütterung, Hufpflege und Haltung gemeinsam betrachten

Die Ernährung liefert die Bausteine für neu entstehendes Hufhorn. Bereits vorhandenes Horn verändert sich durch ein Mineralfutter jedoch nicht nachträglich. Deshalb gehören mehrere Maßnahmen zu einem ganzheitlichen Hufmanagement:

  • regelmäßige und fachgerechte Hufbearbeitung,
  • ausreichende Bewegung auf geeigneten Untergründen,
  • trockene und hygienische Standflächen,
  • tägliche Kontrolle und Reinigung der Hufe,
  • eine bedarfsgerechte Raufutter- und Mineralstoffversorgung,
  • bei Bedarf eine geeignete äußerliche Hufpflege.
Äußerliche Pflege eines Pferdehufes mit Keralit Undercover

Während Mineralfutter die Nährstoffe für neu entstehendes Horn liefert, kann eine passende äußerliche Pflege das Hufmanagement ergänzen.

Produkte zur äußeren Anwendung und Mineralfutter erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Hufpflegeprodukte werden direkt am vorhandenen Horn eingesetzt. Das Ergänzungsfutter liefert dagegen Nährstoffe, die dem Körper für die natürliche Neubildung von Horn zur Verfügung stehen. Beide Ansätze können Teil eines abgestimmten Hufmanagements sein.

Mineralfutter für Hufe bedarfsgerecht dosieren

Bei einem umfassend mineralisierten Ergänzungsfutter muss die gesamte Nährstoffzufuhr berücksichtigt werden. Eine parallele Gabe verschiedener Mineralfutter kann insbesondere bei Spurenelementen wie Selen, Zink und Kupfer zu einer unnötig hohen Versorgung führen.

Vor der Kombination mehrerer Produkte empfiehlt sich daher ein Abgleich von:

  • Zusammensetzung und Zusatzstoffen,
  • täglicher Fütterungsmenge,
  • Mineralstoff- und Spurenelementgehalten,
  • weiteren bereits gefütterten Ergänzungen,
  • individuellem Bedarf des Pferdes.

Eine Rationsberechnung kann helfen, Versorgungslücken und unnötige Überschneidungen zu erkennen. Bei unklaren Hufveränderungen, Lahmheit, Wärme, Pulsation oder Schmerzen ist eine zeitnahe tierärztliche Untersuchung erforderlich.

Fazit: Pferdehufe von innen und außen unterstützen

Ein auf die Hufe abgestimmtes Mineralfutter fürs Pferd kann wichtige Nährstoffe für die natürliche Bildung von Hufhorn bereitstellen. Dabei kommt es nicht nur auf Biotin an. Auch Spurenelemente wie Zink, Kupfer und Mangan sowie die schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin und Cystin sind relevante Bestandteile einer ausgewogenen Versorgung.

ATCOM HUF-VITAL® bietet diese umfassende Nährstoffkombination in pelletierter Form. Mit ATCOM HUF-VITAL® Unpelletiert steht zusätzlich eine lose Variante zur Verfügung. Die Fütterung sollte immer gemeinsam mit Raufutterqualität, Haltung, Bewegung, Hufbearbeitung und äußerer Pflege betrachtet werden.

Welches Mineralfutter ist gut für Pferdehufe?

Geeignet ist ein Mineral- oder Ergänzungsfutter, das zur übrigen Ration passt und mehrere hufrelevante Nährstoffe kombiniert. Dazu gehören insbesondere Biotin, Zink, Kupfer, Mangan sowie Methionin und Cystin. Eine pauschal beste Zusammensetzung gibt es nicht, da der Bedarf von der gesamten Fütterung abhängt.

Kann Mineralfutter brüchige Hufe verbessern?

Ein bedarfsgerecht ausgewähltes Mineralfutter kann die Nährstoffe bereitstellen, die für die natürliche Neubildung von Hufhorn benötigt werden. Brüchige Hufe können jedoch verschiedene Ursachen haben. Fütterung, Hufbearbeitung, Haltung und mögliche gesundheitliche Auslöser müssen deshalb gemeinsam betrachtet werden.

Ist Biotin allein ausreichend?

Biotin ist ein wichtiger Bestandteil des Hornstoffwechsels, aber nur einer von mehreren benötigten Nährstoffen. Auch Aminosäuren und Spurenelemente sind an der Bildung von Hufhorn beteiligt. Eine abgestimmte Kombination kann daher sinnvoller sein als die alleinige Ergänzung eines Einzelstoffes.

Wann sind Veränderungen an den Hufen sichtbar?

Da Hufhorn langsam wächst, ist Geduld erforderlich. Wann Veränderungen sichtbar werden, unterscheidet sich je nach Pferd, Ausgangssituation, Haltung und Fütterung. Die Entwicklung sollte über einen längeren Zeitraum beobachtet werden.

Kann ATCOM HUF-VITAL® dauerhaft gefüttert werden?

Eine längerfristige Fütterung kann abhängig vom individuellen Bedarf und der übrigen Ration sinnvoll sein. Dabei ist die angegebene Fütterungsempfehlung zu berücksichtigen. Weitere mineralisierte Ergänzungsfutter sollten nicht ohne vorherige Prüfung kombiniert werden.

Was ist der Unterschied zwischen ATCOM HUF-VITAL® und der unpelletierten Variante?

Der wesentliche Unterschied liegt in der Darreichungsform. ATCOM HUF-VITAL® wird pelletiert angeboten, während ATCOM HUF-VITAL® Unpelletiert eine lose Futterstruktur besitzt. Die Auswahl kann nach Fütterungspraxis und Akzeptanz erfolgen.

Kann ein Hufmineralfutter mit anderem Mineralfutter kombiniert werden?

Eine Kombination sollte nur nach Prüfung der vollständigen Nährstoffmengen erfolgen. Da ATCOM HUF-VITAL® bereits eine umfangreiche Mineralstoff-, Vitamin- und Spurenelementversorgung enthält, kann eine zusätzliche Mineralisierung zu Überschneidungen oder Überversorgungen führen.

Bei Fragen zur bedarfsgerechten Fütterung freut sich das LEXA Beratungsteam über eine Nachricht an beratung@lexa-pferdefutter.de oder einen Anruf unter 08266 8625-26.

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