Muskulatur

Beratungsthema Kraft, Ausdauer & Muskulatur

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Kreuzverschlag bei Pferden

Unter Kreuzverschlag versteht man verschiedene Symptome, die in unterschiedlicher Ausprägung auftreten. Ursachen sind verschiedene Muskelerkrankungen und Muskelstoffwechselerkrankungen, die im schlimmsten Falle dazu führen, dass sich das Pferd nicht mehr bewegen kann und starke Schmerzen hat. Eine chronische Form ist das PSSM (Poysaccharide storage myopathy).

 

An dieser Stelle wollen wir den sporadisch auftretenden, akuten Kreuzverschlag behandeln, der durch Überanstrengung und übermäßige Fütterung von Kraftfutter zustande kommt. Hier gilt es im ersten Schritt darum die Ursache abzustellen. Das heißt, es ist von großer Bedeutung eine Überanstrengung der Pferde zu vermeiden und regelmäßig ein sinnvolles Muskeltraining durchzuführen. Da bei dieser Erkrankung ebenso die Ernährung eine große Rolle spielt, wollen wir ein paar nützliche Tipps weitergeben. Halten Sie Kraftfuttergabe generell immer eher moderat, um eine solche Erkrankung zu vermeiden. Gerade an Ruhetagen die Kraftfuttergabe stark reduzieren. Des Weiteren ist die regelmäßige Gabe von Elektrolyten eine wichtige und oft sehr erfolgreiche vorbeugende Maßnahme, um die Muskulatur gesund zu halten, gerade wenn Pferde vermehrt trainiert werden und schwitzen. Legen Sie außerdem ein Augenmerk auf die Versorgung mit Vitamin E und Selen, da diese beiden Nährstoffe eine essentielle Funktion für eine intakte Muskulatur haben. Achten Sie gerade aber bei Selen unbedingt darauf, dass es zu keinen Überschüssen kommt, da viele Mischfuttermittel heute mit bereits hohen Selenmengen ausgestattet sind und so kann es durch zusätzliche Gaben zu Überschüssen kommen. Hier ein Anhaltspunkt für die tägliche Versorgung: der Selenbedarf liegt bei einem Warmblüter mit einem Körpergewicht von 600 kg und mittlerer Arbeitsbelastung bei 1,35 mg Selen pro Tag und bei schwerer Arbeit bei 1,5 mg Selen pro Tag (Angaben NRC 2007). Beachten Sie auch die regionale Selenversorgung.

 

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Vermeidung einer Überanstrengung in Zusammenhang mit einer angepassten Fütterung, nämlich moderate Kraftfuttergaben (eventuell der Einsatz von Ölgaben), ausgewogener Versorgung mit Mineralstoffe, Vitaminen, Spurenelementen und Elektrolyten eine sinnvolle Maßnahme darstellt, um diese schmerzhafte, akute Erkrankung zu vermeiden.

 

Leistungspferde

Die genetischen Anlagen sind da, was aber, wenn die Fütterung nicht an den Sportler angepasst wird? Dann kann das Sportpferd, die von ihm geforderte Leistung nicht erbringen und bekommt über Kurz oder Lang gesundheitliche Störungen.

 

Hochleistungspferde wie Turnier-, Renn- und Distanzpferde brauchen in Wettkampfsituationen eine spezielle Ernährung, um die von Ihnen geforderte Leistung zu erbringen. Dieses ist oft durch die herkömmliche Fütterung nicht gesichert und die Pferde leiden an schneller Ermüdung, Vitalitätsmangel oder aber an einer zu langen Regenerationsphase.

 

Deshalb ist es von großer Bedeutung durch eine ausgewogene Fütterung:

 

Aufzählung Energiereserven aufzubauen
Aufzählung

Alle notwendigen Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente zu liefern

Aufzählung Den Muskelstoffwechsel durch die zusätzliche Gabe von Vitamin E und Selen zu optimieren
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Sowie während Wettkampfphasen genügend Elektrolyte zur Verfügung zu stellen. Diese beugen Mangelzuständen vor, die mit Erschöpfung und Muskelkrämpfen verbunden sein können

 

Vergessen Sie bitte nie, auch an Wettkampftagen den Pferden genügend Trinkwasser anzubieten.

Außerdem sollten Sie sich bewusst sein, dass man ein Dressurpferd anders füttern sollte, als ein Springpferd, da je nach Disziplin und Einsatz des Pferdes unterschiedliche Muskelzellen mehr oder auch weniger beansprucht werden.

 

Es gibt 3 verschiedene Arten von Muskelzellen, die man im Körper eines Pferdes unterscheidet:

 

Aufzählung ST-Zellen = Slow twitch: kontrahieren langsam, ermüden nur langsam, gewinnen Energie unter Sauerstoffzufuhr, werden benötigt für Ausdauerleistung und langsame Bewegungen wie z.B. Schrittgehen, ruhige Galopparbeit oder in der Versammlung
Aufzählung FT-Zellen = Fast twitch: kontrahieren schnell, ermüden relativ schnell, reagieren dafür aber schneller als ST-Zellen, brauchen sehr viel Energie, werden benötigt für extrem schnelle Muskelarbeit wie z.B. schneller Galopp bei Rennpferden oder Springen
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FTH-Zellen: Mischform zwischen FT- und ST-Zellen, ziehen sich relativ schnell zusammen, ermüden aber langsamer als FT-Zellen, werden benötigt für lange Arbeit im gemäßigten Tempo oder forcierter Aktivität z.B. Verstärkungen

 

Da bei einem Dressurpferd die FT-Zellen relativ wenig zum Einsatz kommen, sollten diese Pferde nach Möglichkeit mit wenig Getreide gefüttert werden, da sie wenig kurzfristig-verfügbare Energie benötigen. Anders sieht es dann bei einem Springpferd oder Rennpferd aus, da bei dieser Beanspruchung die FT-Zellen eine sehr große Rolle spielen und eine große Menge kurzfristig-verfügbarer Energie benötigt wird.

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Muskelaufbau

Muskulös, rund, aktiv, geschmeidig und dynamisch - so stellt man sich das Idealbild eines Pferdes vor, aber leider ist dieses Bild in der Realität nicht immer anzutreffen. Probleme im Muskelaufbau, eine zu geringe Muskulatur, Verspannungen der unterschiedlichsten Muskelregionen oder eine schnelle Ermüdung sind alltägliche Probleme unserer Sport- und auch Freizeitpferde.

Schuld an diesen Faktoren sind Einflussfaktoren der Haltung, des Trainings und der Fütterung. Aus diesem Hintergrund möchten wir Ihnen einige Faktoren erläutern und vielleicht gelingt es Ihnen ja, diese Einflussgrößen zu optimieren.


Haltung

Pferde in der freien Wildbahn bewegen sich täglich bis zu 18 Stunden in unterschiedlichem Tempo. Dadurch werden die Muskeln gleichmäßig aufgebaut. Unter heutigen Haltungsbedingungen müssen zahlreiche Pferde bis zu 23 Stunden am Tag in der Box stehen. In der verbleibenden Zeit werden sie oft ohne genügende Aufwärmphase bewegt. Dies ist nicht nur für den Muskelaufbau bei Pferden problematisch, sondern auch für den gesamten Bewegungsapparat und zuletzt natürlich auch für viele Pferde eine psychische Belastung.

 

Verbesserungsmöglichkeiten:

 

Aufzählung Boxen mit Auslauf
Aufzählung Täglich Aufenthalt auf Weide oder Paddock
Aufzählung

Führanlage oder Laufband nutzen

Aufzählung

Vor Trainingsbeginn mindestens 10 Minuten Schritt reiten und Pferde langsam aufwärmen

Aufzählung Wenn es die Zeit erlaubt, freut sich Ihr Pferd sicherlich auch über einen Spaziergang oder einen Ausritt im Schritt vor dem Training


Training

Wie schon oben erwähnt; ist eine lange Aufwärmphase unerlässlich, um Problemen mit den Muskeln bei Pferden vorzubeugen. Ungenügende Dehnung und Losgelassenheit sind meist der Anfang allen Übels. Deshalb ist es empfehlenswert, regelmäßig die eigene Reitweise von einem kompetenten Reitlehrer kontrollieren zu lassen, da durch fehlerhaftes Reiten falsche Muskelpartien begünstigt und die Entwicklung wichtiger Trägermuskulaturen (Hals, Rücken, Hinterhand) vernachlässigt werden.

 

Darauf sollten Sie achten:

 

Aufzählung Abwechslungsreiches Training
Aufzählung Lange Schrittphase
Aufzählung

Regelmäßige Bodenarbeit über Stangen / Cavaletti fördern die Muskulatur

Aufzählung

Pferd möglichst mehrfach am Tag bewegen

Aufzählung Sinnvolle und zweckmäßige Arbeit an der Longe 1 x wöchentlich kann hilfreich sein
Aufzählung Zum Ausgleich und zur Entspannung regelmäßig lange Ausritte einplanen

 

Auch psychische Probleme können beim Pferd zu Muskelverspannungen, Leistungsdefiziten und einem gestörten Muskelaufbau führen. Deshalb auf einen ruhigen und harmonischen Umgang, sowie eine pferdegerechte Haltung achten. Besondere Beachtung stets einem abwechslungsreichen Training schenken. Aber auch mal ein Tag auf der Koppel ohne Arbeit kann wahre Wunder vollbringen!

Achten Sie bitte auf eine gut passende Ausrüstung - Probleme mit den Muskeln, durch schlecht sitzende Sättel, unpassendes Zaumzeug und Gebisse sind unbedingt zu vermeiden. Bei Unsicherheit lieber den Rat eines Fachmannes einholen!


Fütterung

Neben einer ausgewogenen Fütterung der Pferde, können spezielle natürliche Wirkstoffe von Bedeutung sein.

 

Mikroalgen, die es in sich haben:

Über natürliche Futterzusätze lassen sich der Muskelstoffwechsel und der Muskelaufbau positiv beeinflussen. Hierfür stehen seit kurzer Zeit spezielle Wirkstoffe aus Mikroalgen zur Verfügung. Eine der wirkstoffreichsten Algenarten sind so genannte Süßwasser-Mikroalgen, die eine einmalige, hochverfügbare und wertvolle Biomasse enthalten. Diese Mikroalgen werden sowohl erfolgreich in Nahrungsergänzungen für den Menschen eingesetzt, als auch in speziellen Ergänzungsfuttermitteln für Pferde.

 

Die Ursache des positiven Effekts dieser Mikroalgenbiomasse wird durch die spezielle biologische Bindung, Ausgewogenheit, Komplexität und Synergie der enthaltenen, natürlichen Wirkstoffe gesehen. In zahlreichen Fütterungs-Versuchen an verschiedenen Nutztieren wurde der positive Effekt eindeutig nachgewiesen. Unter anderem enthalten Mikroalgen essentielle, limitierende Aminosäuren, die den Eiweißstoffwechsel positiv beeinflussen und somit eine entsprechend anabole Wirkung auf die Muskulatur zeigen können. Auch die körpereigenen Abwehrkräfte sowie der Kohlenhydratstoffwechsel werden begünstigt. Außerdem wurde eine verbesserte Futterverwertung festgestellt.

 

Übrigens: Durch die Fütterung von Mikroalgen bestehen keinerlei Nebenwirkungen. Das spezielle Aufzuchtsystem dieser Zuchtalgen gewährleistet, dass keinerlei den Organismus belastende Schwermetalle in ihr enthalten sind!

 

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Muskulatur

Neben einer ausgewogenen Fütterung sind spezielle Nährstoffe von großer Bedeutung für Muskelaufbau und Muskelfunktion von Pferden.

 

Süßwasser-Mikroalgen sind kleine Kraftwerke, die eine einzigartige Vielfalt von Mineralstoffen und essentiellen, limitierenden Aminosäuren enthalten, die den Eiweißstoffwechsel positiv beeinflussen und somit eine entsprechend anabole (muskelaufbauende) Wirkung zeigen.

 

Die Ursache des positiven Effekts ist neben den enthaltenen Wirkstoffen die spezielle biologische Bindung, Ausgewogenheit, Komplexität und Synergie der enthaltenen natürlichen Wirkstoffe.

 

Übrigens: Durch die Fütterung von Mikroalgen bestehen keinerlei Nebenwirkungen. Das spezielle Aufzuchtsystem dieser Zuchtalgen gewährleistet, dass keinerlei den Organismus belastende Schwermetalle in ihnen enthalten sind.

 

L-Carnitin spielt als vitaminähnlicher Wirkstoff eine wichtige Rolle für den Energiestoffwechsel der Muskulatur.

 

Reiskeimöl enthält als natürlichen Inhaltsstoff Gamma-Oryzanol. Dieser rein pflanzliche Wirkstoff wurde in zahlreichen Studien untersucht und der muskelaufbauende Effekt mehrfach wissenschaftlich belegt.

 

Vitamin E und das Spurenelement Selen sind als „Radikalenfänger“ unerlässlich für einen optimalen Muskelstoffwechsel und eine problemfreie Muskulatur. Ernährungsbedingter Vitamin-E- und/oder Selenmangel äußert sich durch eine langsame Regeneration, Leistungsdefizite, Muskelverspannungen bis hin zu Muskelkrämpfen. Aber auch das Immunsystem und die Haut werden durch Vitamin E und Selen stark beeinflusst. Bei Sportpferden ist darauf zu achten, dass mit steigender Muskelarbeit auch der Bedarf an Vitamin E und Selen ansteigt und in der Regel eine tägliche Ergänzung der Ration notwendig ist, um Mangelerscheinungen zu verhindern.

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Aminosäuren

Eiweiß (Protein) ist einer der wichtigsten Bausteine im Organismus des Pferdes. Nicht nur Muskelzellen bestehen aus Proteinen, sondern zum Beispiel auch Enzyme, viele Hormone und zahlreiche andere Stoffe im Körper. Jede Tierart hat ihr spezifisches Eiweiß, welches aus einzelnen Aminosäuren aufgebaut ist. Fehlt nur eine essentielle Aminosäure, so kann der gesamte Aufbau von Eiweiß behindert werden. Essentiell bedeutet, dass das Tier diese Aminosäure nicht selber herstellen bzw. aufbauen kann, sondern diese mit dem Futter aufnehmen muss.

 

Oft wird heut von einem Eiweißüberschuss im Pferdefutter gesprochen, in der Praxis ist aber meist das Gegenteil der Fall, hier kommt es meist zu einer Unterversorgung mit Eiweiß bzw. Aminosäuren. Dies wirkt sich dann auf die Leistungsbereitschaft, die Muskelbildung und auch auf sämtliche Prozesse im Körper negativ aus.

 

Deswegen sollten essentielle und hochwertige Aminosäuren über das Futter zugeführt werden, um eine bestmögliche Versorgung der Muskeln und des gesamten Organismus sicher zu stellen. So lässt sich zum Beispiel der Muskelaufbau optimieren, die Leistungsbereitschaft steigern und die Regenerationsphase nach Training oder Wettkampf verkürzen.

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PSSM (Polysaccharide Storage Myopathy)

PSSM ist eine genetisch bedingte Stoffwechselstörung, die zu einer anormalen Anhäufung von Zuckermolekülen im Muskel führt. Diese Erkrankung kann sich durch Bewegungsunlust bis hin zur Bewegungsunfähigkeit äußern und die Pferde zeigen oft Muskelzittern, Steifheit der Muskulatur, unspezifische Lahmheiten und vermehrtes Schwitzen. Betroffen sind oft Rassen wie Quarter Horse, Paint Horse, Appaloosas aber auch Kaltblüter, Warmblüter und Ponys.

 

Der Nachweis mittels Gentest ist heute möglich und kann zur Diagnostik herangezogen werden. Die Ernährung von PSSM-Pferden beruht auf dem Prinzip möglichst schnellverfügbare Kohlenhydrate, nämlich Zucker und Stärke, zu reduzieren. Deshalb ist strikt darauf zu achten kein Getreide in die Fütterung dieser Pferde aufzunehmen. Auch andere zuckerreiche Komponenten in größeren Mengen wie z.B. Karotten, können bei sehr empfindlichen Pferden zum Problem werden.

 

Als Krippenfutter eignen sich unmelassierte Zuckerrübenschnitzel, Heucobs, Luzerne, Reiskleie und Öl. Bei Pferden die viel gearbeitet werden, dient als zusätzliche Energiequelle eine höhere Menge Öl (bis zu einer Menge von 300 ml pro Tag). Wird eine ölreiche Fütterung durchgeführt, so sollte diese auf jeden Fall langsam angefüttert werden, um Verdauungsstörungen im Dickdarm (Durchfall) zu vermeiden. Diese Grundfütterung bestehend aus gutem Heu in einer ausreichenden Menge (abhängig von der Haltung, Arbeit und Jahreszeit) und getreidefreiem Krippenfutter ist mit einer hochwertigen Versorgung mit Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen abzurunden. Ziel ist es, dadurch heute so häufig verbreitete Mängel im Bereich dieser wichtigen Nährstoffe zu vermeiden und die erkrankte Muskulatur in ihrer Funktion zu unterstützen. Oft ist auch der Einsatz von essentiellen Aminosäuren für eine verbesserte Muskelfunktion sinnvoll.

Unsere Empfehlung zur gezielten Mineralstoffergänzung: Atcom Rehe-Vital. Atcom REHE-VITAL

Da für PSSM Pferde die regelmäßige tägliche Bewegung besonders wichtig ist, bietet sich die Haltung im Offenstall an. Sollte dies nicht möglich sein, so ist jedoch eine regelmäßige freie Bewegung auf Weide bzw. im Auslauf sehr empfehlenswert.